Die Auslandsreisekrankenversicherung ist eine spezielle Form der Krankenversicherung, die medizinische Kosten abdeckt, die während eines Aufenthalts im Ausland anfallen. Sie ist ein wichtiger Bestandteil des Versicherungsschutzes, insbesondere für Personen, die häufig reisen oder längere Zeit im Ausland verbringen. Versicherte in der Privaten Krankenversicherung (PKV) sind grundsätzlich auch im Ausland versichert; die PKV bietet in der Regel einen umfassenden Krankenschutz, der auch bei normalen Urlaubsreisen greift. Dennoch gibt es gute Gründe, zusätzlich eine Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen.
Was ist die Auslandsreisekrankenversicherung? Definition und Leistungen
Die Auslandsreisekrankenversicherung deckt in der Regel alle Kosten ab, die im Zusammenhang mit einer medizinischen Behandlung im Ausland entstehen. Dazu zählen Arzt- und Krankenhauskosten, Medikamente, Rücktransport nach Deutschland und oft auch der Transport von Angehörigen. Sie tritt ergänzend zur PKV auf: Die PKV übernimmt je nach Tarif und Leistungsumfang Leistungen im Ausland, aber oft nur in begrenztem Umfang oder nach Vorlage der Rechnungen in Deutschland. Die Auslandsreisekrankenversicherung kann Lücken schließen, direkte Abrechnung mit dem Leistungserbringer anbieten und hohe Behandlungskosten in Ländern mit teurer Medizin (z. B. USA) abdecken. Die Erstattung durch die PKV erfolgt oft nach dem Kostenerstattungsprinzip; Sie zahlen vor Ort und reichen die Rechnung ein. Eine Auslandsreisekrankenversicherung kann dagegen oft direkt mit der Klinik abrechnen und Sie von Vorauszahlungen entlasten.
Wann lohnt sich eine Auslandsreisekrankenversicherung?
Die Kosten für Behandlungen im Ausland können deutlich höher sein als in Deutschland. In einigen Ländern verlangen Krankenhäuser eine Vorauszahlung oder lehnen die direkte Abrechnung mit ausländischen Versicherungen ab; der Patient muss die Kosten zunächst selbst tragen. Zudem können bestimmte Leistungen der PKV im Ausland nicht oder nur eingeschränkt gelten. Eine Auslandsreisekrankenversicherung bietet zusätzlichen Schutz, übernimmt oft die direkte Abrechnung und leistet bei Krankenrücktransport. Für Reisende mit Vorerkrankungen oder bei längeren Aufenthalten ist sie besonders sinnvoll.
Warum der Auslandsschutz wichtig ist
Ohne ausreichenden Versicherungsschutz können Krankheiten oder Unfälle im Ausland zu hohen finanziellen Belastungen führen. Ein Krankenhausaufenthalt in den USA oder anderen Ländern mit teurer Medizin kann schnell fünf- oder sechsstellige Beträge erreichen. Die PKV erstattet zwar oft einen Teil der Kosten, aber nach deutschen Maßstäben und manchmal mit Obergrenzen. Eine Auslandsreisekrankenversicherung deckt in der Regel die tatsächlichen Kosten vor Ort ab und übernimmt auch den Rücktransport, der ohne Versicherung sehr teuer werden kann. So können Sie beruhigt reisen und sich im Ernstfall auf schnelle Hilfe verlassen.
So wählen Sie eine Auslandsreisekrankenversicherung
Vergleichen Sie die Leistungsumfänge und Beiträge verschiedener Anbieter. Achten Sie neben der Deckungssumme auch auf Ausschlüsse (z. B. Risikosport, bestehende Erkrankungen) und auf die maximale Reisedauer pro Trip. Achten Sie auf die Deckungssummen, den Geltungsbereich (weltweit oder nur Europa), die Dauer der Reise (Einzelreise oder Jahrespolice) und ob Krankenrücktransport und Mitnahme von Angehörigen enthalten sind. Prüfen Sie, ob Ihre PKV bereits einen gewissen Auslandsschutz bietet und wo Lücken bestehen. Bei chronischen Erkrankungen sollten Sie klären, ob diese in der Auslandsreisekrankenversicherung mit abgedeckt sind; manche Tarife schließen Vorerkrankungen aus oder verlangen eine Gesundheitsprüfung. Viele Anbieter bieten kurzfristige Policen für einzelne Reisen oder eine Jahresauslandsreisekrankenversicherung für Vielreisende an. Für Beihilfeberechtigte kann der Auslandsschutz der Beihilfe begrenzt sein – eine Zusatzpolice ist dann oft sinnvoll.
Die Auslandsreisekrankenversicherung ist vom Versicherungsbeitrag Ihrer PKV getrennt; Sie zahlen einen zusätzlichen Beitrag für die Reisepolice. Ein Private Krankenversicherung Vergleich kann auch Zusatzbausteine wie Auslandsschutz in PKV-Tarifen zeigen – nicht jeder Tarif deckt dasselbe ab. Lesen Sie vor jeder Reise die Bedingungen Ihrer PKV für das jeweilige Land und entscheiden Sie dann, ob eine separate Auslandsreisekrankenversicherung nötig ist.
PKV und Auslandsreisekrankenversicherung im Zusammenspiel
Die PKV bleibt Ihre Hauptabsicherung; die Auslandsreisekrankenversicherung ergänzt sie für den Auslandsaufenthalt. In der Regel werden zuerst die Kosten bei der Auslandsreisekrankenversicherung geltend gemacht; je nach Bedingungen kann eine Abrechnung mit der PKV danach möglich sein. Lesen Sie die Bedingungen beider Verträge, um Doppeldeckungen und Lücken zu verstehen. Für Beamte mit Beihilfe gelten besondere Regelungen; auch hier kann eine Auslandsreisekrankenversicherung sinnvoll sein, da die Beihilfe im Ausland begrenzt sein kann. Wer nur selten verreist, kommt oft mit dem PKV-Grundschutz aus; bei Fernreisen, Risikosport oder Vorerkrankungen ist die Zusatzpolice jedoch empfehlenswert. Zusammenfassend ist die Auslandsreisekrankenversicherung eine wichtige Ergänzung zur PKV für alle, die häufig oder längere Zeit im Ausland unterwegs sind. Die genauen Leistungen und Obergrenzen Ihrer PKV im Ausland stehen in der Leistungsbeschreibung und in den Vertragsbedingungen. Wer nur innerhalb der EU reist, hat unter Umständen Anspruch auf Behandlung mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) über die GKV – als PKV-Versicherter prüfen Sie jedoch zuerst Ihren PKV-Vertrag und ob eine Zusatzpolice für Reisen sinnvoll ist.
Häufige Fragen zum Thema Auslandsreisekrankenversicherung
Bin ich mit der PKV im Ausland versichert?
Ja, die PKV bietet in der Regel einen Grundschutz im Ausland. Der Umfang und die Abrechnungsmodalitäten können jedoch begrenzt sein; in einigen Ländern müssen Sie zunächst selbst zahlen und sich später erstatten lassen.
Wann brauche ich eine zusätzliche Auslandsreisekrankenversicherung?
Sie ist sinnvoll, wenn Sie häufig reisen, in Länder mit hohen Behandlungskosten fahren (z. B. USA), längere Aufenthalte planen oder Wert auf direkte Abrechnung und Krankenrücktransport legen.
Was kostet eine Auslandsreisekrankenversicherung?
Die Beiträge variieren nach Anbieter, Reisedauer, Reiseziel und Alter. Einzelreisen sind oft günstig; eine Jahrespolice für Vielreisende kann mehrere hundert Euro pro Jahr kosten.
Deckt die Auslandsreisekrankenversicherung auch Rücktransport?
In der Regel ja. Die meisten Tarife sehen einen medizinisch notwendigen Krankenrücktransport nach Deutschland vor. Die genauen Bedingungen stehen in den Versicherungsbedingungen.
Gilt die Police für die ganze Familie?
Das hängt vom gewählten Tarif ab. Es gibt Familien- und Einzelpolicen; bei Einzelverträgen muss jedes Familienmitglied separat versichert werden. Viele Policen unterscheiden zwischen Geltungsbereich Europa und weltweit; für Reisen in Länder mit sehr hohen Behandlungskosten (z. B. USA, Schweiz) ist oft eine höhere Deckungssumme nötig. Für Backpacker oder Langzeitreisende gibt es Tarife mit längerer maximaler Reisedauer pro Trip. Ein Vergleich der Deckungssummen und Ausschlüsse lohnt sich vor jeder längeren Reise; die Police gilt in der Regel ab Reiseantritt bis Reiseende. Vor Reiseantritt die Bedingungen und Deckungssumme prüfen. Bei Unsicherheit gibt der Versicherer Auskunft zu Geltungsbereich und Leistungsumfang. Die Auslandsreisekrankenversicherung ergänzt Ihren PKV-Schutz für Reisen ins Ausland. Vergleichen Sie vor längeren Reisen die Deckung Ihrer PKV mit dem geplanten Reiseziel. In vielen Ländern ist eine Vorauszahlung der Behandlungskosten üblich; eine Auslandsreisekrankenversicherung mit direkter Abrechnung entlastet Sie in diesem Fall. Die genauen Leistungen stehen in den Versicherungsbedingungen.
Wir hoffen, dass Sie nun eine klare Vorstellung vom Begriff "Auslandsreisekrankenversicherung" in der Privaten Krankenversicherung (PKV) haben und besser informiert sind.
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